Bericht von der offenen deutschen Mastersmeisterschaft vom 10.07. – 12.07.

Wie schon im letzten Jahr, wurde auch dieses Jahr die offene deutsche Mastersmeisterschaft zusammen mit den deutschen Hochschulmeisterschaften und den Großbootmeisterschaften als Triple Meisterschaft in Krefeld ausgetragen. Es war bestes Sommerwetter bei 30 Grad, etwas wechselndem Wind und gnadenloser Sonne.

Da es bereits ab Freitagnachmittag Vorläufe zu bestreiten gab, fuhren Sandra und ich, zusammen mit meinem Ruderpartner Roland vom WSV Königs Wusterhausen, am Freitag in aller Frühe los, um rechtzeitig vor Ort am Elfrather See zu sein.

Sandra ging mit einer Renngemeinschaft vom BRC Ägir und Dormagen im Mix 4x D im Vorlauf am Freitag an den Start, konnte sich aber hier nicht durchsetzen.

Eine gute halbe Stunde später stand für Roland und mich der Vorlauf im Masters Männer 2x B auf dem Programm. Wir erruderten uns im vier Boote-Feld nach dem Start eine komfortable Führung, die wir kontrolliert bis zum Ziel auch nicht mehr hergaben. Wir konnten damit im Finale auf den Favoritenbahnen starten, was auch das Ziel war.

Am nächsten Morgen ging es früh raus an die Regattastrecke. Für Sandra stand der 4x Altersklasse C in der Renngemeinschaft Allemannia/ BRC Ägir und Erster Kieler Ruder-Club auf dem Programm. Es waren ähnliche Gegner wie schon in Werder zum Championat am Start. Dank beherzter Schläge sicherten sich die Crew einen souveränen zweiten Platz hinter der Renngemeinschaft RG Grünau und Hellas Offenbach und damit die erste Medaille des Tages für unser Rumpfteam aus Schmöckwitz und KW.

Weiter ging es um 10:58 Uhr für Roland und mich mit dem Finale im Doppelzweier AK B. Unser Ziel war eine Medaille – alles andere wäre eine kleine Enttäuschung.  So fuhren wir am Start mutig los, setzten uns an die Spitze des Feldes und gaben die Führung bis etwa 700 Meter nicht her. Das Spitzenquartett des Rennens schob sich jedoch immer weiter zusammen und im Endspurt kamen wir mit den anderen drei Booten nicht mehr hinterher und gewannen damit die goldene Ananas – ein undankbarer, wenn auch starker vierter Platz in diesem hochkarätig besetzen Doppelzweierfinale.

Es blieben 3,5 Stunden Zeit für eine kurze Analyse und den Blick auf die nächsten Rennen zu wenden. Es stand der Männerdoppelvierer AK C bevor. Hier mussten wir den stärker und schwerer besetzten Crews aus Leipzig und der Renngemeinschaft aus Magdeburg/ Speyer/ Heidelberg und Hanau trotz des besseren Starts den Vortritt im Ziel lassen. Wir erruderten als Renngemeinschaft ESV Schmöckwitz/ WSV KW/ Allemannia und Amicitia Hersfeld den dritten Platz.

Kurz nach uns ging Sandra im Frauendoppelvierer AK E zusammen mit den Frauen vom Ersten Kieler Ruder-Club, Kettwig und Hersfeld über die 1000 Meterdistanz an den Start und konnte sich wieder eine Medaille sichern. Dieses Mal war sie bronzefarben.

Als letztes Rennen am Tag gingen Sandra und ich im sehr stark besetzten Mix-Doppelzweier A an den Start im Vorlauf. Wir mussten Zweiter werden, um ins Finale weiterzukommen. An Hand des Meldeergebnisses wussten wir aber bereits im Vorfeld: Hier weiterzukommen, wäre schon ein sehr großer Erfolg. Es war einfach sehr starke Konkurrenz am Start. Schlussendlich haben wir den vierten Platz errudert und waren damit mehr oder weniger zufrieden.

Am Sonntag fanden für uns drei nochmal zwei Entscheidungen mit dem Mix 8+ D und dem Mix 4x B statt.

Im Achter gingen wir als Renngemeinschaft mit BRC Ägir/ Dormagen/ Arkona Berlin/ WSV KW/ Hersfeld/ Allemannia und Schmöckwitz an den Start. Sandra erklärte sich bereit, Schlag zu fahren. Sodass wir die Frauen auf Schlag und in den Bug und wir Männer uns in das Mittelschiff setzten. Der Sieg war hier schnell an ein anderes Boot vergeben und so kämpften wir Bord an Bord um den zweiten Platz. Im Ziel kamen wir mit einem knappen Rückstand als Dritter an. Trotzdem waren wir alle happy.

Sandra hatte jetzt silberne und bronzene Medaillen. Wir hatten daher als Ziel für den anstehenden Mix 4x die Goldmedaille ausgegeben. Als Renngemeinschaft Allemannia/ Hersfeld/ WSV KW und Schmöckwitz gingen wir an den Start. Hier setzte sich recht schnell das Boot vom RV Münster und RC Hamm ab. Bei 500 Metern lagen sie recht deutlich in Führung und gewannen letztendlich souverän das Rennen. Wir kämpften mit der Renngemeinschaft aus Schwerin und der TuS Bramsche um den zweiten Platz. Vor dem Rennen hatten wir besprochen, dass es ab der Ansage für den Endspurt nur noch fly and die heißt – kein Pardon. Gesagt, getan: Lagen wir bei 750 Metern noch mit einer halben Länge hinter dem Boot von der TuS Bramsche/ Schwerin, zündete unsere Schlagfrau von der Allemannia den Turbo und fuhr mit uns den Endspurt des Todes, mit dem wir an unserem Gegner vorbeiflogen und letztendlich deutlich zweiter wurden. Nicht nur wir, auch unsere Gegner waren tiefbeeindruckt. Der zweite Platz fühlte sich wie Gold an.

So konnte sich Sandra zwei silberne und zwei bronzene Medaillen sichern und ich erruderte mir eine Silber- und zwei Bronzemedaillen.

Zufrieden mit der Medaillenausbeute und mit dem Blick auf die EuroMasters gerichtet, die zwei Wochen später in München stattfinden, machten wir uns auf den Heimweg.