Wochenendfahrt auf der Saale vom 13.08.2026 bis 16.08.2026

Zur gleichen Zeit wie im Jahr zuvor startete auch in diesem Jahr unsere Wochenendfahrt. Dieses Jahr fuhren wir nach Halle an der Saale.

Los ging es am Freitag, das Wochenende kündigte sich allmählich an, die Temperaturen stiegen bereits auf 35,5 °C. Schon aufgrund der heißen Wettervorhersagen kündigte eine Ruderin an, einen Tag doch lieber mit dem Fahrrad fahren zu wollen als zu rudern.

Glücklicherweise machte den anderen 14 Teilnehmern dieser Fahrt das hochsommerliche Wetter nichts aus.

Eine gemischte Truppe von Ruderinnen und Ruderern des ESV Schmöckwitz, RC Neptun Darmstadt und RG Rotation Berlin traf sich in Halle. Am Abend unserer Ankunft machte unser

Ruderfreund Hartmut mit bester Ortskunde, Akribie und Hingabe eine wunderbare Stadtführung durch Halle. Für die unvergessliche und lehrreiche Stadtführung bedanken wir uns herzlich bei Hartmut. Anschließend ließen wir bei gutem Essen und netten Gesprächen den Abend im Mönchshof ausklingen.

Bei viel Vorfreude auf einen fantastischen Rudertag starteten wir am sonnigen Samstagmorgen zum Halleschen Ruder-Club im Universitätssportverein, wo wir schon von sechs Ruderern erwartet wurden. Pünktlich mit der Öffnung der unweit des Vereins gelegenen Schleuse waren vier Ruderboote im Wasser und mit zwanzig Ruderern besetzt. Wir ruderten durch die Schleuse nach Wettin.

Sehr froh waren wir über die Begleitung der Hallenser, die uns zum einen viel über ihre Hausstrecke erzählen konnten. Zum anderen wussten sie genau wie wir uns bei den zwei Seilfähren zu verhalten haben. Die Strömung der Saale war viel geringer als vermutet, so dass keinerlei Probleme befürchtet werden mussten.

Das Rudern auf der Saale war entspannt und sehr idyllisch. Wir hatten fast keinen Bootsverkehr und absolute Ruhe in herrlicher Natur. Steuerbord- und backbordseitig sahen wir große Felder, Wälder auf einer leichten Hügellandschaft und ganz unerwartet einige steile Felsen. Immer mal wieder waren am Ufer sandige Badestellen zu sehen, die an diesem hochsommerlichen Tag durch Badegäste gut besucht waren. Auch ein paar Campingwagen standen links und rechts am Ufer und genossen die Ruhe und den Blick auf die Saale.

Am Zielort eingetroffen sahen wir eine sehr schöne alte Burg in Wettin, welche nunmehr als Gymnasium genutzt wird. Was für ein besonderer Ort zum Lernen. Am Ufer befestigten wir unsere vier Ruderboote und trafen uns zum Durstlöschen bei einem kühlen prickelnden Getränk am dortigen Imbiss. Inzwischen hatten die Temperaturen einen Höchstwert von 37 ° C erreicht.

Manche konnten dem kühlen Wasser der Saale nicht widerstehen und badeten in Wettin. Andere wünschten sich eine richtige Badestelle. Obwohl die Hallenser selbst noch nie angehalten haben, um in der Saale zu baden, versprachen sie uns, an einer solchen Badestelle auf dem Rückweg mit uns anzuhalten.

Ihre Bedenken, wir würden möglicherweise nicht mehr durch die letzte Schleusenzeit durchkommen, waren nicht nötig. Nach einer Erfrischung mit einigen Schwimmzügen, die uns allen richtig gut tat, saßen wir schon alsbald wieder im Ruderboot und konnten die letzten Kilometer bei dieser Megahitze hinter uns bringen.

Nach 37 km wieder zurück im Halleschen Ruder-Club fand dieser schöne Tag bei interessanten Gesprächsthemen und vielerlei Grillspezialitäten und kühlen Getränken seinen krönenden Abschluss.

Am Sonntag machten wir uns bei sehr früher Stunde wieder auf dem Weg zum Halleschen Ruder-Club. Unsere Gastgeber empfingen uns wieder sehr herzlich und gemeinsam legten wir zum Sightseeing in Richtung Stadt Halle ab. Grund unseres frühen Aufstehens war die angekündigte Sperrung der Saale wegen eines Triathlons, was unser Zeitfenster für die Durchfahrt recht sportlich gestaltete. Dies hielt uns jedoch weder von der Erkundungsfahrt noch von unseren geplanten 10 km an diesem Tag ab. Auch hier wurde uns durch die mitfahrenden Hallenser viel wissenswertes berichtet. Damit kamen wir dem Ende unseres Events schon immer dichter und eingemeinsames Frühstück unter freien Himmel leitete den Abschluss ein. Nach reichlich Kaffee und letzten Worten ging es individuell wieder auf die Heimreise.

Ich freue mich schon auf die Wochenendfahrt im nächsten Jahr, welche ich gerne wieder organisieren werde.

Britta