Lahnfahrt 2010

15.11.11

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Wanderfahrt auf der Lahn 2010

Der Reisebericht folgt nach den Bildern.

Die Lahn

Nach der Osterfahrt mit den Ruderkameraden des Koblenzer Ruderclubs Rhenania, gelang es uns fast nahtlos eine weitere Wanderfahrt durchzuführen. Wie auf der letztjährigen gemeinsamen Wanderfahrt auf der Mosel angeboten, organisierte "Teddy" Schäfer kurzfristig, zu "Himmelfahrt" eine Fahrt des KRC Rhenania, mit dem ESV Schmöckwitz und dem Richtershorner Ruderverein.

Ziel war die Lahn. Auf Grund der unsicheren Witterung und der doch recht kühlen Temperaturen, wurde das Zelten in Nassau abgesagt, per Zug erfolgte die tägliche An- und Abfahrt. Wir Berliner kamen am Mittwoch mit zwei Pkw nach Koblenz. Zu diesem Zeitpunkt war die Sache mit dem Bootstransport schon erledigt.

In der Pizzeria "Chianti", wurden bereits erste Pläne für den Himmelfahrtstag geschmiedet. Einige Ruderkameraden, aus Aachen und München sollten erst am Startpunkt zu uns stoßen. Nach einem kurzen Willkommensschluck im Bootshaus, war es dann auch schon höchste Zeit fürs Bett, da um 7 Uhr der Zug in Richtung Gießen ging. Deshalb wurde auch auf dem Bahnhof gefrühstückt.

Leider konnte sich das Wetter nicht so richtig für unsere Reise begeistern. Nachdem Petrus uns im letzten Jahr mit Sonne überschüttet hatte, konnten wir diesmal von Glück reden, dass es lediglich am Freitag kleinere Schauer gab. Von den grauen Wolken ließ sich unsere Stimmung jedoch nicht beeinflussen.

In Weilburg angekommen, waren innerhalb von 30 Minuten alle Boote einsatzbereit und die Einteilung der Besatzungen erfolgt.

Ich, zusammen mit Roland und Florian, der übrigens seine erste Wanderfahrt machte, nahmen nun von Weilburg aus, die Lahn in Richtung Koblenz in Angriff. 17 Schleusen versperrten uns bis zur Mündung in den Rhein denn Weg. Voller Stolz zeigten uns die Koblenzer gleich nach dem "Weilburger Tunnel", die Staustufe (rund 3 m) die es zunächst zu überwinden galt.

Mit den 30-cm Staustufen aus dem Spreewald konnten wir da natürlich nicht mithalten.

Die Rast in Runkel, ohne Besichtigung der Burg, da der Ritter nicht zu Hause war, brauchten die Steuerleute dringend um sich wieder auf eine normale Körpertemperatur zu bringen. Die zum Aufwärmen gereichte Schokolade mit Chili entpuppte sich jedoch mehr als scharfer Pudding. Ohne weiteren Aufenthalt durch Schleusen, kamen wir zeitgerecht in Weilburg an, sodass sogar Zeit blieb, einen Blick in den Limburger Dom zu werfen, bevor es mit dem Zug zurück nach Koblenz ging.

Hier wurde auf der Terrasse des Rudervereins der Grill angeworfen. Für einige wurde der Abend wieder sehr lang.

Da wir dem Endziel auch näher kamen, brauchten wir am Freitag nicht so zeitig auf dem Bahnhof zu sein. Die Luftfeuchtigkeit hatte bis Limburg nunmehr 100 Prozent erreicht. Da dort jedoch die Jugend aufs Wasser ging, hatte Petrus schließlich ein Einsehen in Sachen Regen und beließ es wieder beim Einheitsgrau des Vortages, aus dem es ab und zu ein paar Tropfen gab.

Florian steuerte zunächst unser Boot. Leider war das Steuern nicht seine Sache, so dass wir am Mittag erneut wechselten. Dies führte nun dazu, dass unser Boot stark an Geschwindigkeit verlor, was nicht nur daran lag, dass die Lahn in diesem Abschnitt praktisch keine Strömung hat.

Nach der Schleuse Kalkofen wechselten ich und Roland daher nochmals und Florian führ nun

seine erste Langstreckenregatta. Nach zwei Drittel der Strecke bis zur Schleuse in Hollerich, hatten wir das Boot von Teddy eingeholt und waren auch wieder im Zeitplan.

Der dritte Tag unserer Tour führte uns von Nassau zur Lahnmündung. Da einige Ruderkameraden nicht die ganze Tour mitmachten kam es zu einigen Umstellungen in den Booten. So kam Susi in unsere Obelix. Schön eingepackt saß sie bereits im Boot, als Roland von dem etwas erhöhten Steg aus ins Boot wollte. Da der Überleger jedoch noch nicht zu war, kippte er sich nur am Skull haltend zwischen Steg und Boot, ins Wasser. Mir und Susi, passierte nichts weiter, so dass wir die Fahrt nach diesem kleinen Zwischenfall normal fortsetzten konnten. Ab Campingplatz Bad Ems erhielten wir Begleitung von einer Jugendtruppe aus Bonn, was an den nachfolgenden Schleusen zu Staus führte.

Zur letzten Pause an der Lahn kam dann sogar noch die Sonne raus. Dann die Lahnmündung. Mit ausreichendem Abstand nahmen unsere sieben Boote die sechs Rhein-Kilometer in Angriff. Schnell hatten wir auch den ersten Talfahrer in Nacken. Das Fahrgastschiff "Asbach" drängelte mächtig, da sie ausgerechnet nach der Lahnmündung anlanden wollte. Auch Teddy, uns nachfolgte hatte mit seinem Boot ganz schön zu kämpfen. Freundlicherweise wurden wir an der Moselmündung geschleust, so dass im Zeitrahmen am Bootshaus in Koblenz anlegen konnten. Hier gab es von den Restaurantbetreibern des Bootshauses wieder eine herrliche Maibowle gereicht.

Der Abend klang in der Gaststätte des Bootshauses aus, wo wir noch bis Mittemacht zusammensaßen und uns auch schon über eine weitere gemeinsame Bootsfahrt Gedanken machten.

Um auch die Kultur nicht zu kurz kommen zu lassen besuchten wir Berliner am nächsten Tag, vor unserer Heimfahrt noch die Festung Ehrenbreitstein.

Bis bald Micha K.

   

 

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Diese Website wurde zuletzt aktualisiert 25.06.10