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Wanderfahrt auf der Lahn 2010
Der Reisebericht folgt nach den Bildern.

Die Lahn
Nach der Osterfahrt mit
den Ruderkameraden des Koblenzer Ruderclubs Rhenania, gelang es uns fast
nahtlos eine weitere Wanderfahrt durchzuführen. Wie auf der
letztjährigen gemeinsamen Wanderfahrt auf der Mosel angeboten,
organisierte "Teddy"
Schäfer kurzfristig, zu "Himmelfahrt"
eine Fahrt des KRC Rhenania, mit dem
ESV Schmöckwitz und dem
Richtershorner Ruderverein.
Ziel war die Lahn. Auf
Grund der unsicheren Witterung und der doch recht kühlen Temperaturen,
wurde das Zelten in Nassau abgesagt,
per Zug erfolgte die tägliche An- und Abfahrt. Wir Berliner kamen am
Mittwoch mit zwei Pkw nach Koblenz. Zu diesem Zeitpunkt war die
Sache mit dem Bootstransport schon erledigt.
In der
Pizzeria
"Chianti", wurden bereits erste Pläne für den Himmelfahrtstag
geschmiedet. Einige Ruderkameraden, aus Aachen und München sollten erst
am Startpunkt zu uns stoßen. Nach einem kurzen Willkommensschluck im
Bootshaus, war es dann auch schon höchste Zeit fürs Bett, da um 7 Uhr
der Zug in Richtung Gießen ging. Deshalb wurde auch auf dem Bahnhof
gefrühstückt.
Leider
konnte sich das Wetter nicht so richtig für unsere Reise begeistern.
Nachdem Petrus uns im letzten Jahr mit Sonne überschüttet hatte, konnten
wir diesmal von Glück reden, dass es
lediglich am Freitag kleinere Schauer gab. Von den grauen Wolken ließ
sich unsere Stimmung jedoch nicht beeinflussen.
In
Weilburg angekommen, waren innerhalb von 30 Minuten alle Boote
einsatzbereit und die Einteilung der Besatzungen erfolgt.
Ich,
zusammen mit Roland und Florian, der übrigens seine erste Wanderfahrt
machte, nahmen nun von Weilburg aus, die Lahn in Richtung Koblenz in
Angriff. 17 Schleusen versperrten uns bis zur Mündung in den Rhein denn
Weg. Voller Stolz zeigten uns die Koblenzer gleich nach dem
"Weilburger Tunnel", die Staustufe
(rund 3 m) die es zunächst zu überwinden galt.
Mit den 30-cm
Staustufen aus dem Spreewald konnten wir da natürlich nicht mithalten.
Die Rast
in Runkel, ohne Besichtigung der
Burg, da der Ritter nicht zu Hause war, brauchten die Steuerleute
dringend um sich wieder auf eine normale Körpertemperatur zu bringen.
Die zum Aufwärmen gereichte Schokolade mit
Chili entpuppte sich jedoch mehr als scharfer Pudding. Ohne
weiteren Aufenthalt durch Schleusen, kamen wir zeitgerecht in Weilburg
an, sodass sogar Zeit blieb, einen
Blick in den Limburger Dom zu werfen,
bevor es mit dem Zug zurück nach Koblenz ging.
Hier
wurde auf der Terrasse des Rudervereins der Grill angeworfen. Für einige
wurde der Abend wieder sehr lang.
Da wir
dem Endziel auch näher kamen, brauchten wir am Freitag nicht so zeitig
auf dem Bahnhof zu sein. Die Luftfeuchtigkeit hatte bis
Limburg nunmehr 100 Prozent erreicht.
Da dort jedoch die Jugend aufs Wasser ging, hatte Petrus schließlich ein
Einsehen in Sachen Regen und beließ es wieder beim Einheitsgrau des
Vortages, aus dem es ab und zu ein paar Tropfen gab.
Florian steuerte zunächst
unser Boot. Leider war das Steuern nicht seine Sache, so dass wir am
Mittag erneut wechselten. Dies führte nun dazu, dass unser Boot stark an
Geschwindigkeit verlor, was nicht nur daran lag,
dass die Lahn in diesem Abschnitt
praktisch keine Strömung hat.
Nach der
Schleuse Kalkofen wechselten ich und Roland daher nochmals und Florian
führ nun
seine
erste Langstreckenregatta. Nach zwei Drittel der Strecke bis zur
Schleuse in Hollerich, hatten wir das Boot von Teddy eingeholt und waren
auch wieder im Zeitplan.
Der
dritte Tag unserer Tour führte uns von Nassau zur Lahnmündung. Da einige
Ruderkameraden nicht die ganze Tour mitmachten kam es zu einigen
Umstellungen in den Booten. So kam
Susi in unsere
Obelix. Schön eingepackt saß sie
bereits im Boot, als Roland von dem etwas erhöhten Steg aus ins Boot
wollte. Da der Überleger jedoch noch nicht zu war, kippte er sich nur am
Skull haltend zwischen Steg und Boot, ins Wasser. Mir und Susi,
passierte nichts weiter, so dass wir die Fahrt nach diesem kleinen
Zwischenfall normal fortsetzten konnten. Ab Campingplatz Bad
Ems erhielten wir Begleitung von
einer Jugendtruppe aus Bonn, was an den nachfolgenden Schleusen zu Staus
führte.
Zur letzten Pause an der
Lahn kam dann sogar noch die Sonne raus. Dann die Lahnmündung. Mit
ausreichendem Abstand nahmen unsere sieben Boote die sechs
Rhein-Kilometer in Angriff. Schnell hatten wir auch den ersten Talfahrer
in Nacken. Das Fahrgastschiff "Asbach"
drängelte mächtig, da sie ausgerechnet nach der Lahnmündung
anlanden wollte. Auch Teddy, uns nachfolgte hatte mit seinem Boot ganz
schön zu kämpfen. Freundlicherweise wurden wir an der Moselmündung
geschleust, so dass im Zeitrahmen am Bootshaus in Koblenz anlegen
konnten. Hier gab es von den Restaurantbetreibern
des Bootshauses wieder eine herrliche Maibowle gereicht.
Der Abend klang in der
Gaststätte des Bootshauses aus, wo wir noch bis Mittemacht zusammensaßen
und uns auch schon über eine weitere gemeinsame Bootsfahrt Gedanken
machten.
Um auch
die Kultur nicht zu kurz kommen zu lassen besuchten wir Berliner am
nächsten Tag, vor unserer Heimfahrt noch die Festung Ehrenbreitstein.
Bis bald
Micha K. |