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Spreeumfahrt 2006
Hallo Ruderfreunde
Wir haben es geschafft. Anlässlich Himmelfahrt haben sich 10
Ruderkameraden unseres Vereins zusammen-gefunden und sind zusammen die
Spreeumfahrt gerudert.
Von Micha Potschka als Idee aufgebracht und dann auch als Fahrtenleiter
organisiert, trafen wir uns am Mittwoch vor Himmelfahrt im Verein, um in
den nächsten 5 Tagen die 178 km der Umfahrt, mit Zelt und ohne
Landdienst, in Angriff zu nehmen.
Kurz vor 17 Uhr, alle Sachen waren verstaut, ging es los in Richtung KW.
Es war zwar schon leicht bedeckt, doch die Sonne zeigte sich dann noch
einmal. Kurz nach dem Untergang der Sonne ereichten wir unser erstes
Tagesziel, Prieros. Hier hatten wir auf einem Campingplatz am
Schmöldesee noch einmal eine feste Behausung was sich auch als gut
erwies, da es im Verlaufe des späten Abends noch einen ordentlichen
Regenguss gab, welcher uns aus dem Freien verjagte.
Auf den Himmelfahrtstag hatten wir unsere weiteste Tagestour gelegt.
Ziel war der Glower See. 52 Kilometer! Zunächst wurden uns aber durch
die uns begleitenden Frauen, Ute Sieg, Christel Volkmann und Kerstin
Kallies, als "Herren des Tages" der Kümmerlingsorden überreicht.
Leider war der Regen unser ständiger Tagesbegleiter. Doch wie im April
hatten wir zwischendurch auch immer wieder herrlichen Sonnenschein. Das
Schleusen dauerte immer eine kleine Ewigkeit. 16 Uhr hatten wir gerade
erst einmal die Doppelschleuse in Leibsch passiert. Dann kam der
Neuendorfer See. Hier war auch schon der dortige Campingplatz Nord als
Ausweichquartier ins Auge gefasst. Doch vom Ehrgeiz angestachelt war die
einmütige Meinung, dass gesteckte Tagesziel ist zu packen. Also weiter.
Dem starken Wind und Regen trotzend ging es die Spree aufwärts bis zum
Glower See. Nach dem Abendbrot und einer warmen Dusche, schafften es die
Männer dann noch bis zur Dorfkneipe (22:45 Uhr), zu einem gemütlichen
Herrentagsbier.
Der nächste Tag gestaltete sich als der schönste Tag der Wanderfahrt.
Schnell war die erste Raststelle in Beeskow erreicht. Hier wurden die
Vorräte für die Fahrt ergänzt und nach einem Picknick im Ruderverein auf
den Glockenschlag gewartet, der uns die vollautomatische Schleuse öffnen
sollte. Das Schleusen machte jeder Schachpartie unter Profis alle Ehre.
Jeder Bewegung in der Schleuse ging eine mehrminütige Denkpause voran.
Nun konnte uns fast nichts mehr aufhalten. Doch ein Problem gab es noch.
Die Schleuse an der Drahendorfer Spree sollte derzeit nicht in Betrieb
sein. Die Information war eigentlich frisch. Gerade erst eine Woche alt.
Doch das Überprüfen ist ja bekanntlich kostenlos. Und siehe da, die
Schleuse war zwischenzeitlich schon in Ordnung gebracht, so dass uns die
Fahrt über den Speisekanal erspart blieb und wir weiter die unverbaute
Natur genießen konnten. Das Ende der Tagesfahrt war an der Ausfahrt der
Drahendorfer Spree. Durch Micha Potschka bei seiner Umfahrt im letzten
Jahr entdeckt, landeten wir im Forsthaus an. Bratkartoffeln und Bier
sorgten zunächst für das leibliche Wohl und nach einem Abendspaziergang
saß es sich noch einige Zeit gemütlich unter der Dachkante des Hauses,
da uns auch der Regen an diesem Tag nicht loslassen konnte.
Die letzten beiden Tage waren dann zum austrudeln. Am Sonnabend ging es
die Spree entlang, über Fürstenwalde, mit einem Abstecher zum dortigen
Ruderverein bis zur "Großen Tränke", und dann weiter über die
Müggelspree bis Hangelsberg. Hier schlugen wir noch einmal unsere Zelte
auf. Leider goss es schon bald wieder wie aus Eimern, so dass nur ein
paar harte Kerle, dem Regen trotzend bis 2 Uhr am Feuer blieben.
Der Sonntag zeigte sich trübe und regnerisch. Dazu kam heftiger Wind
auf, der das Wasser der Spree zu Wellenbergen aufschob.
Nach Rücksprache mit unserem Ruderverein ruderten wir die Boote dann zu
den Wasserfreunden nach Erkner und fuhren mit einem schnell
eingerichteten Sammeltransport zurück zum Verein.
Ich kann sagen, dass alle mitgefahrenen Ruderkameraden begeistert waren
und dies sicher nicht die letzte Bootstour dieser Art gewesen ist.
Micha K.
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